Tierarzt-Lexikon (Vorsicht Ironie!)

Jeder kennt’s. Man kommt in den Stall und sieht das Elend schon von weitem. Oh nein! Was hat das Pferd denn heute wieder? Das Handy mit Wahlwiederholung vom Tierarzt liegt schon griffig in der Hand und wartet darauf betätigt zu werden:

  • Das dicke Auge: Oh mein Gott! Die Gedanken kreisen um eine Augenentzündung oder gar eine Hornhautverletzung. Jetzt heißt es schnell sein! Bloß keine Zeit verlieren, schließlich geht es um das Augenlicht des Pferdes. Der Tierarzt sieht es jedoch gelassen : „das ist doch kein Notfall, ich komme nächste Woche vorbei!“ -Nahja, zum Glück besitzt man ja eine hilfsbereite Stallgemeinschaft, die einem Augensalben von 1994 anbieten. Spätestens danach ist es ein Notfall!
  • Das dicke Bein: Puh, Glück gehabt, das ist bestimmt nur ein Einschuss! Schnell einen Rivanolverband gelegt und abwarten. Oder doch lieber kühlenden Quark? Oder gleich Entzündungshemmer? Ach, was soll der Geiz. Dann rufen wir doch noch schnell den Tierarzt. Dieser kommt erstaunlicherweise sogar vorbei und schüttelt die Hand: „Wie das Pferd lahmt gar nicht? Gut dann fahre ich wieder!“ Keine Erkenntnis reicher, aber um einige Euros leichter wartet man dann eben doch ein paar Tage ab..
  • Die Schlundverstopfung: Panik bricht aus! Es stirbt! Es stirbt! Der Tierarzt hat allerdings erst in 6 Stunden Zeit. Vielleicht. Bis dahin kann man eine wohltuhende Schlund-Massage machen. Ankaufsuntersuchungen gehen eben vor!
  • Das Hufgeschwür: Gott sei dank nur ein Hufgeschwür! Endlich ist der Übeltäter gefunden! Endlich hat man eine Diagnose. Und es ist „nur“ ein Hufgeschwür. Denn dies heißt „nur“ ein paar Wochen Pause. Die Saison ist dann zwar vorbei, aber hey, man freut sich auch über die „kleinen“ Dinge im Leben.
  • Die Kolik: Jetzt ist Schluss mit Lustig! Die ganze Stallgemeinschaft steht Kopf. Helfende Hände werden von allen Seiten gereicht. Decken, Fressbremsen und Colosan. Nur einer lässt mal wieder auf sich warten…. Der Tierarzt! Also lieber in die 100km entfernte Klinik. Wir lieben kurze „Dienstwege“.

Ach wir lieben Tierärzte. Sie sind die Retter in der Not…Wenn es um ein zu volles Portemonnaie geht :D!